Jahreszeitenkalender der Schweine-
und Minischweinhaltung: März
Der März ist die Jahreszeit, in der
sich die Natur schon etwas regt. In den meisten Gegenden jedenfalls.
Jetzt kann man mal über die Schweinewiese laufen und sehen,
wo überall Maulwurfshügel glattgezogen, Löcher aufgefüllt
oder vielleicht nachgesät werden muss.
Sollte das Areal für die Schweine etwas klein sein, muss es
besonders gepflegt werden, sonst ist der Boden nach kurzer Zeit
kaputt. Bei zwei Minischweinen hat sich ein Areal von 500qm als
ausreichend herausgestellt.
Maulwurfshügel
Man sollte sich die Dinger einmal genauer ansehen.
Maulwürfe mögen auch kein Glas und keine Steinchen in
ihren Gängen. Oftmals findet man in der Mitte der aufgeworfenen
Hügel solche Sachen. Ich habe immer einen Eimer im Garten stehen,
in dem ich solche Sachen sammle, um sie dann über die Restmülltonne
zu entsorgen. Wem der Maulwurf zu sehr auf die Nerven geht, der
soll bitte bedenken, das er unter Naturschutz steht und nicht getötet
werden darf, sondern nur vertrieben. Ich habe alle gängigen
Methoden ausprobiert, und sie haben nichts gebracht. Können
Maulwürfe lachen?
Wenn es ein paar Tage trocken war, kann man die Hügel
gut mit einem
Laubrechen oder einer Harke glatt ziehen. Das nachdrängende
Gras wächst meist recht schnell durch die locker aufliegende
Erde, und die Stellen sind bald nicht mehr zu sehen. So sieht die
Wiese gepflegt aus und die Futtergrundlage für den Sommer ist
da.
Bäume
Wer Bäume auf der Schweinewiese stehen hat,
der sollte jetzt die im Winter abgefallenen Äste aufsammeln.
Die kann man sehr gut nutzen, um z.B. eine Todholzhecke anzulegen.
Sie heisst so, weil man nur mit Gartenabfällen arbeitet. Man
kann sie sogar sehr gut um das Schweinegehege herum anlegen, so
haben die Schweine einen Windschutz (die „Hecke“ wird
nämlich nicht hoch, ausserdem wächst sie nicht von alleine),
den Schweinen wird das Ausbrechen durch dieses natürliche Hindernis
erschwert, und was das wichtigste ist, man schafft einen neuen Lebensraum
für einiges Kleingetier, wie z.B. Igel, Blindschleichen u.ä.,
das heutzutage im Winter kaum noch
Unterschlupf findet.
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Totholzhecke
Der Grundstock zur Totholzhecke ist
schnell gelegt. Ein 40 oder 50cm
breiter Streifen genügt schon. Man fängt an einer Seite
an, und legt das
eingesammelte Holz an der Aussenseite des Schweinegeheges an.
Damit es nicht nach hinten wegrutscht, steckt man ein paar stabilere
Äste zur Begrenzung hinten in die Erde. Wenn man das will,
kann man das auch an der Seite des Schweinezauns machen. Im Verlauf
des weiteren Jahres wird dann Grasschnitt, Laub, Unkräuter
u.ä. Sachen gleichmässig darüber gegeben.
Durch die Kompostierung von unten wird die „Hecke“
nie
allzuhoch werden, es bildet sich ein sicherer Wall in den bald
allerlei
Kleingetier einziehen wird und man hat keine Entsorgungsprobleme
mit
Gartenabfällen. Allerdings dürfen keine Essens- oder
Gemüseabfälle mit auf die Totholzhecke, das würde
Ratten anlocken.
Kotecken
Zu einer guten Weidehygiene gehört
auch, die Kotecken regelmässig
abzusammeln. Wer das macht, reduziert die Verwurmung der Weide
und somit seiner Tiere, ganz enorm. Es entstehen auch nicht so
arbeitsintensive Gailstellen.
Den eingesammelten Schweinekot kann man prima kompostieren. In
einem richtigen Komposthaufen ist es auch warm genug, das die
Wurmeier ausschlüpfen, aber da kein Tierdarm „drumherum“
ist, sterben
sie ab, und der Kreislauf ist unterbrochen.
Die Urinecken, sollten
sie denn stinken, was aber nur auf sehr kleinen
Arealen geschieht, kann man mit Rotteförderer übergiessen.
Das regt das Bodenleben enorm an, somit erneuert sich der Boden
von selbst, und der unangenehme Geruch ist schnell verschwunden.

Beispiel einer Totholzhecke
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